Unsere niederländische Kollegin Linda Verbeek beim Vortrag zum Thema Wohnen mit dem casenio-System…

Zum wiederholten Mal nahm casenio in der vergangenen Woche als eines von sieben mittelständischen deutschen Unternehmen an der Geschäftsanbahnungsreise Altersgerechtes und Barrierefreies Wohnen 2017 in den Niederlanden teil. Für casenio vor Ort waren Daniel Lehmann (Büro Berlin) und Linda Verbeek (Büro Barneveld, Niederlande). Organisiert wurde die einwöchige Veranstaltung von der von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) und dem Bundesverband Barrierefrei e.V., einem Zusammenschluss von zertifizierten Fachkräften im Baubereich.

Hintergrund der Veranstaltung ist, dass auch in den Niederlanden der demografische Wandel seit einigen Jahren stark voranschreitet. 2060 wird bereits ein Viertel der niederländischen Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein, dennoch gibt es immer noch zu wenig altersgerechte und barrierefreie Wohnungen. Während sich die deutsche Gesellschaft inklusive der Unternehmen bereits auf den demografischen Wandel vorbereitet hat, wird dieses Thema in der niederländischen Politik erst seit kurzer Zeit diskutiert. Daher haben deutsche Unternehmen bereits viel Erfahrung beim Umbau bzw. Neubau von altersgerechten und barrierefreien Wohnungen und können diese auf dem niederländischen Markt hervorragend einbringen.

„Die erforderlichen Investitionen in Wohnungsbestand, Wohnumfeld und Infrastruktur zur altersgerechten Anpassung, diverse Förderprogramme der Provinzen und Gemeinden sowie die starke Kaufkraft der niederländischen Senioren bieten deutschen Unternehmen aus Handwerk, Bauwirtschaft und Dienstleistungen erhebliche Wirtschaftschancen in den Niederlanden“, so Daniel Lehmann über die Ziele der teilnehmenden deutschen Unternehmen.

…und das Publikum, das im Anschluss zahlreiche Fragen stellte.

Begünstigt würden diese Potenziale durch das hohe Ansehen, das deutsche Produkte und Dienstleistungen in den Niederlanden genießen. Das Interesse an Kooperationen, Produkten und Dienstleistungen von niederländischer Seite sei groß: Qualität, Funktionstüchtigkeit und Zuverlässigkeit seien jene Attribute, die Niederländer mit Deutschland in Verbindung brächten. Und diese würden gerade im Rahmen des barrierefreien Wohnens wichtiger denn je. Die geographische Nähe der Niederlande mache es deutschen Firmen leicht, erste Auslandsgeschäftsbeziehungen aufzubauen.

Diese Lösungen im Ausland zu vermarkten fällt den Organisatoren zufolge allerdings gerade kleinen und mittleren Betrieben schwer. Diverse Studien sehen bei nur etwa fünf Prozent der Handwerksbetriebe Aktivitäten im Ausland. Die DNHK ist davon überzeugt, dass die Betriebe große Chancen für die Vermarktung ihrer Produkte und Lösungen haben, sofern sie durch eine zielmarktgerechte Beratung und zielgruppenorientierte Vermittlung an potenzielle Geschäftspartner unterstützt werden. Im Rahmen des Markterschließungsprogramms könnten mittelständische Unternehmen idealerweise erste Schritte im Export wagen. Der niederländische Absatzmarkt und die deutliche Nachfrage mache es den Firmen leicht erste Auslandsgeschäftsbeziehungen aufzubauen.