Mehr als die Hälfte der Deutschen kann sich vorstellen, intelligente Technologien für die Messung von Vitaldaten sowie damit verbundene Handlungsanweisungen zu nutzen. Insgesamt 51 Prozent der Deutschen würden dies der Studie „What doctor? Why AI and robotics will define New Health“ zufolge tun, die vom Marktforschungsinstitut YouGov für das Beratungsunternehmen PwC durchgeführt wurde. Damit liegt Deutschland unter den insgesamt zwölf befragten Nationen auf dem vorletzten Platz, vor Großbritannien mit 47 Prozent. Für die Studie wurden insgesamt 11.000 Personen in Europa, Afrika und dem Nahen Osten befragt.

Auffallend ist, dass vor allem Menschen in Nationen mit einem als noch nicht vollständig entwickelt geltenden Gesundheitssystem (wie bspw. Nigeria oder die Türkei) eine enorme Bereitschaft zur Nutzung intelligenter Hilfesysteme erkennen lassen. So liegt die Bereitschaft in Nigeria bei 95, in der Türkei bei 89 und in Südafrika bei 84 Prozent. Dahingegen liegt die Akzeptanz in den westeuropäischen Ländern zwischen 60 Prozent (Niederlande) und den bereits genannten 47 Prozent in Großbritannien. Eine mögliche Erklärung könnte darin liegen, dass die befragten Personen sich insbesondere dann einen positiven Effekt vom Einsatz intelligenter Technik im Gesundheitsbereich versprechen, wenn die bisherigen Möglichkeiten der Teilhabe beschränkt sind.

Insgesamt kommen die Verantwortlichen der Studie zu dem Ergebnis, dass die Menschen in den befragten Nationen zunehmend prinzipiell dazu bereit sind, intelligente Technologien und Roboter einzusetzen, wenn dieser Einsatz mit einem besseren Zugang zum Gesundheitswesen des jeweiligen Landes verbunden ist. Darüber hinaus stellt das Vertrauen in die verwendete Technik eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung dar. Das geht einher mit der Wichtigkeit der menschlichen Komponente, die von den Befragten stark betont wurde.

Für die Studie „What doctor? Why AI and robotics will define New Health“ vom Dienstleistungsunternehmen PwC, durchgeführt durch das Marktforschungsinstitut YouGov, wurden im November 2016 mehr als 11.000 Personen aus zwölf Nationen (Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Norwegen, Schweden, Nigeria, Südafrika, Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate) zu ihrer Haltung gegenüber dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik im Gesundheitsbereich befragt.